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22.02.2019, 11:34 Uhr
Niedersachsen im Gespräch zum Thema Organspende
Großes Interessen von Laien und Experten
Die CDU in Niedersachsen hatte zum Thema "Auf Herz und Nieren - die Zukunft der Organspende" in den Veranstaltungssaal des LandesSportBundes Niedersachsen in Hannover eingeladen und rund 200 Gäste waren gekommen. Auf dem Podium diskutierten mit dem Gesundheitsminister Jens Spahn MdB Prof. Dr .Dr. Axel Haverich (MHH), Landesbischof Ralf Meister (Ev. Landeskirche) und Prof. Dr. Anna Bergmann (Kulturwissenschaftlerin). Die Begrüßung und einleitende Worte zum Thema fand der Vorsitzende der CDU Niedersachsen Dr. Bernd Althusmann MdL.
Im Gespräch mit Landesbischof Meister und Professor Dr. Haverich
Minister Spahn wies darauf hin, dass es in Deutschland zu wenig Spenderorgane gäbe. Es warten rund 10.000 Menschen auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Demgegenüber standen nur rund 800 Spender. Als ersten Schritt hat der Bundestag die Reform des Transplantationsgesetzes verabschiedet. Dadurch ergeben sich für Transplantationsbeauftragte und Krankenhäuser mehr Möglichkeiten, potentielle Organspender zu finden. Darüber hinaus warb der Minister für die Einführung der Widerspruchslösung.
Das lehnte der Landesbischof Ralf Meister ab. "Bei einer Organspende muss ich selbe zu Lebzeiten aktiv Ja sagen" betonte er. Die Organspende sei höchst persönlich emotional. Deshalb sollte es bei der derzeitigen Entscheidungsreglung bleiben. Professor Dr. Haverich betonte hingegen: "Die Widerspruchslösung wäre der große Wurf für betroffene Patienten!"
Frau Profofessor Dr. Bergmann wiederum lehnte das gesamte System der Organspende ab, weil Hirntod nur 3 Prozent  ausmacht und 97 Prozent des Menschen noch lebt. Minsiter Spahn hielt dagegen, dass es sich beim Hirntod um einen "Point of no retuern" handelt, von dem keine Wiederherstellung ins Leben möglich ist